Die EINZIGE Tierklinik im Bezirk Bludenz!
Dr. Sylvia & Dr. Rudolf Tschabrun, Fachärzte für Kleintiere
6714 Nüziders, Elserweg 8, Telefon: 0043 (0) 5552 / 66755
E-mail: sylvia.rudolf.tschabrun@vol.at

Online- Ratgeber für Hasen

Tierklinik Tschabrun

Inhalt (in alphabetischer Reihenfolge)


Abszesse

Hasen neigen sehr zur Abszessbildung an Pfoten, am Körper und am Kopf. Die mit Eiter gefüllten Bindegewebskapseln können einen Durchmesser von bis zu 7 cm erreichen. Sie entstehen durch kleine Verletzungen der Haut und Mundschleimhaut, durch die Eiterkeime eindringen können und sich immens vermehren. Ein weiterer Grund für Abszesse ist Stress, meist ausgelöst durch Haltungsfehler: wie zu wenig oder gar kein Auslauf und Überfütterung. Auch die Haltung von Hasen mit Meerschweinchen zusammen stresst beide Tierarten.

Der kleine Organismus wird durch die relativ große Eitermenge extrem belastet. Hat ja schon ein Mensch gesundheitliche Probleme mit einem Eiterzahn. Die Therapie besteht im Öffnen der Abszesse, Spülungen und Antibiotikagaben. Während Körper- und Ballenabszesse gut auf eine Therapie ansprechen, sind die Abszesse im Kopfbereich manchmal nicht mehr heilbar. Wenn der Schädelknochen betroffen ist, kommt es oft trotz Behandlung zu immer neuen infizierten Stellen. Auslöser sind meist entzündete Zahnwurzeln.

Mit richtiger Haltung und Fütterung vorbeugen
Durch optimale Haltungsbedingungen und richtige Fütterung kann Tierleid verhindert werden. Die Tierklinik Dr. Tschabrun hat sich auch auf Hasen spezialisiert. Informationszettel über die richtige Haltung und Fütterung können einfach angefordert oder in der Ordination verlangt werden. Ein besonderes Augenmerk wird auf das Hasenfutter gelegt, das es in der Klinik auch zu kaufen gibt.

nach oben -»

Auslandsreisen

Hamster, Meerschweinchen oder Vögel brauchen keinen Tierreisepass; sie kann man bedenkenlos überallhin mitnehmen.

nach oben -»

Erste Hilfe

An Pfoten und Ohren bluten Wunden besonders stark Ursachen sind meist Autounfälle, Glasscherben, ausgerissene Krallen, Stacheldrähte usw.

Blutungen an Pfoten:
Tupfer oder Tuch klein zusammenfalten und auf die Wunde drücken. Darüber eine elastische Binde geben und das Ganze mit Leukoplast oder Klebstreifen befestigen.

Blutungen am Ohr:
Tupfer oder Tuch klein zusammengefaltet auf die Wunde legen und das Ohr an den Kopf gedrückt mit Leukoplast oder Klebstreifen festkleben. Dies erzeugt einen zusätzlichen Druck auf die Wunde.

Die Verbände müssen nicht steril sein. Starke Blutungen schwemmen die Bakterien aus. Verbandmaterial findet sich zu Hause und in jeder Autoapotheke.

WICHTIG!
In der Klinik anrufen, damit alles vorbereit werden kann und sofort in die Klinik kommen.
Notdienst "rund um die Uhr": Tel. 05552 / 66 7 55

nach oben -»

Gemeinsame Haltung von Hasen und Meerschweinchen

Gemeinsame Haltung von Hasen und Meerschweinchen nicht empfehlenswert Auch wenn sie vermeintlich gut miteinander auskommen: Die gemeinsame Haltung bedeutet Dauerstress für einen oder beide, da diese Tierarten unterschiedliche Instinkte und Ausdruckweisen haben. Stress äußert sich in erhöhter Krankheitsanfälligkeit wie Abszessen und Verdauungsstörungen. Besser 2 Tiere der gleichen Art anschaffen, wenn ein Männchen dabei ist, mit 3 Monaten kastrieren lassen.

nach oben -»

Kastration

Die Kastration führen wir routinemäßig bei männlichen Tieren durch. Das ideale Alter ist 3 Monate, ab diesem Alter werden Männchen und Weibchen geschlechtsreif und können sich schon vermehren. Die Kastration empfehlen wir, da die männlichen Tiere sonst aggressiv werden, gegenüber männlichen Artgenossen oder gegenüber Menschen und außerdem gerne markieren.

Bei weiblichen Tieren führen wir die Kastration nur bei Hormonstörungen und häufiger Scheinträchtigkeit durch.

Männliche wie weibliche Tiere erholen sich sehr schnell von der Operation und sind meist am Abend nach der Kastration wieder fit.

Die Geschlechtsbestimmung ist erst mit 8 Wochen möglich, zu diesem Zeitpunkt steigen die Hoden erst aus der Bauchhöhle ab. Bis zu diesem Zeitpunkt sehen Männchen + Weibchen gleich aus und jede vorher vorgenommene Geschlechtsbestimmung ist ein Ratespiel mit dem Ergebnis 50:50

nach oben -»

Krebserkrankungen

Moderne Tiermedizin kann helfen
Für den Tierbesitzer ist es ein Schock: Er entdeckt einen Knoten bei seinem Liebling - und denkt sofort an Krebs. Glücklicherweise ist nicht jeder Knoten ein Tumor. Es gibt auch harmlose Erklärungen: Gestaute oder infizierte Talgdrüsen, Abszesse, Zysten oder Lipome.

Grund zur Hoffnung
Auch wenn sich der Knoten als Tumor herausstellt, bedeutet das nicht unweigerlich das Todesurteil. Viele Tumore können dank der modernen Tiermedizin erfolgreich chirurgisch entfernt werden. Selbst wenn das nicht möglich ist, können mit Chemotherapie bei Hunden und Katzen hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Nebenwirkungen treten, besonders bei Katzen, nur selten oder überhaupt nicht auf. Ein stationärer Aufenthalt ist meist nicht notwendig. Auch die Kosten halten sich durchaus in vernünftigen Grenzen.

nach oben -»

Richtige Haltung

Gute Lebensbedingungen stärken das Immunsystem der kleinen Tiere. Sie fristen jedoch oft aus reiner Unkenntnis der Tierhalter ein ganz erbärmliches Dasein. Lesen Sie hier, worauf es besonders zu achten gilt.

Das wichtigste Nahrungsmittel: HEU
Kein anderes Nahrungsmittel trägt so viel zur Gesunderhaltung des Kaninchens bei. Frisches, duftendes Heu ist wichtig für den Abrieb der ständig nachwachsenden Zähne und hält den Darm in Gang. Besonders gerne mögen die Tierchen Kräuterheu, doch auch das Heu vom Ballen kann verfüttert werden. Vor allem: Es darf nicht alt und staubig oder sogar feucht sein, da dies Koliken verursacht. Der Organismus von Kaninchen ist auf karge Nahrung eingestellt. Morgens daher nur etwa zwei Esslöffel Körnerfutter geben, das am Nachmittag schon verzehrt ist. Zusätzlich einige Salatblätter und eine Karotte, kein Brot! So ist das Hasentierchen gezwungen, Heu zu fressen. Tomaten, Zucchini und rohe Kartoffeln gehören nicht auf Kaninchens Speiseplan! Und ganz besonders wichtig: Regelmäßig frisches Wasser bereitstellen!

Viel Bewegungsfreiheit
Die Tiere haben einen großen Bewegungsdrang und benötigen genügend Auslauf, um gesund zu bleiben. Etwa drei Stunden täglich- in der Wohnung oder im Freien- sollten es schon sein.

Tiere gut beobachten
Kaninchen und Meerschweinchen zeigen es leider fast immer zu spät an, dass sie krank sind. Um Krankheiten rechtzeitig zu erkennen, sollte der kleine Nager gut beobachtet werden: Frisst er normal? Ist er an seiner Umgebung interessiert? Sind die Augen klar und sauber und hat er ein glänzendes Fell?

nach oben -»

Scheinträchtigkeit bei Hasenweibchen:

Die Scheinträchtigkeit wird durch eine Hormonstörung hervorgerufen, die dem Körper eine Schwangerschaft vortäuscht. Die weiblichen Hasen entwickeln einen Nestbautrieb, reißen sich oft die Haare aus und bauen ein Nest damit.

Sie entwickeln auch einen Beschützerinstinkt für die vermeintlichen Jungen. Dies äußert sich in plötzlicher Aggressivität gegenüber ihren Mitbewohner-Hasen, mit denen sie sich sonst gut verstehen.

Die Scheinträchtigkeit kann so weit gehen, dass die Brustdrüsen anschwellen und Milchtröpfchen abgesondert werden.

Zur Behandlung geben wir eine Hormonspritze, in schweren Fällen auch noch Hormontropfen zum Eingeben.

Wenn die Scheinträchtigkeit immer wieder auftritt, empfehlen wir die Kastration, damit das Hasenweibchen hormonell zur Ruhe kommt.

nach oben -»

Zähne und Zahnprobleme

Kaninchenzähne wachsen lebenslang nach. Damit das Kaninchen gesund bleibt, ist es ist ganz wichtig, dass die Zähne durch Kauen stetig abgerieben und somit gekürzt werden. Ideal bietet sich dazu Heu an, da es Abriebsubstanzen enthält und lange gekaut werden muss. Alternativ dazu gibt es spezielles Hasenfutter, das auch in der Tierklinik Tschabrun erhältlich ist.

Leider frisst das Kaninchen Heu nur dann in genügender Menge, wenn anderes Futter wie Körner, Knabberstangen oder Gemüse nicht ständig vorhanden ist. Futter sollte also unbedingt rationiert werden. Ein bis zwei Esslöffel Körner und wenig Grünfutter pro Tag genügen schon.

Werden die Zähne zu lang, kann das Tier nicht mehr richtig fressen - das Futter fällt ihm teilweise aus dem Mund - und es magert ab. Auch können Entzündungen an der Zunge und am Zahnfleisch entstehen, die zu Abszessen an den Zahnwurzeln und im Kopfbereich führen, was manchmal tödlich enden kann. Bringen Sie Ihr Kaninchen im Verdachtfall am besten in die Tierklinik. Hier werden seine Zähne fachgerecht gekürzt.

Nagetierzähne wachsen ständig nach und müssen sich beim Fressen abreiben, sonst werden sie zu lang. Oft werden Zähne nicht nur zu lang, sondern bilden scharfe Spitzen, die sich in Zunge oder Gaumen bohren, manchmal bilden sich Zahnbrücken zwischen den Backenzähnen beider Seiten und die Zunge kann nicht mehr bewegt werden. Wenn zu lange mit der Zahnkorrektur gewartet wird, entstehen Zahnfleischentzündung und Eiterherde an den Zahnwurzeln.

Es gibt 2 Gründe für zu lange Zähne:
  • 1. Fehlstelllungen: die Zähne treffen beim Fressen nicht aufeinander und können sich nicht abreiben.
  • 2. Falsche Ernährung: Nur Heu ist hart genug, um Zähne abzureiben. Alles andere schmeckt den Tieren jedoch besser. Sie müssen darauf achten, dass nur geringe Mengen Körnerfutter gegeben werden (1-2 Esslöffel täglich), damit ihr Tier auch genug Heu frisst. Kein Brot geben, dies ist schlecht für die Verdauung!
Symptome:
Lange Schneidezähne kann man leicht erkennen, sie stehen unnatürlich gebogen aus dem Mund heraus.

Zu lange Backenzähne erkennt man an einem geänderten Fressverhalten: Ihr Tier frisst nur mehr weiches Futter, lässt Futterteile aus dem Mund fallen oder versucht Futter aufzunehmen und wendet sich dann ab, meisten kann man sehr schnell eine Gewichtsabnahme beobachten.

Das erste Symptom für eitrige Zahnwurzeln ist meist ein Nasen- oder Augenausfluss, oft einseitig, später entstehen dann Abszesse, die außen am Gesicht und Kinn als Schwellung zu erkennen sind.

Therapie: Zähneschneiden
- dies tut nicht weh, weil Nagetierzähne keine Nerven enthalten. Schneidezähne werden in der Tierklinik geschnitten und wenn nötig abgefeilt.

Backenzähne müssen wir in Narkose schneiden und feilen, nicht wegen der Schmerzen, sondern weil sich die Tiere das Mundaufspreizen nicht gefallen lassen.

Eiterzähne und Abszesse müssen ebenfalls in Narkose geöffnet und saniert werden.

nach oben -»