Die EINZIGE Tierklinik im Bezirk Bludenz!
Dr. Sylvia & Dr. Rudolf Tschabrun, Fachärzte für Kleintiere
6714
Nüziders, Elserweg 8, Telefon: 0043 (0) 5552 / 66755
E-mail: sylvia.rudolf.tschabrun@vol.at
Online- Ratgeber für Meerschweinchen
Inhalt (in alphabetischer Reihenfolge)
Auslandsreisen
Hamster, Meerschweinchen oder Vögel brauchen keinen Tierreisepass; sie kann man bedenkenlos überallhin mitnehmen.
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Erste Hilfe
An Pfoten und Ohren bluten Wunden besonders stark Ursachen sind meist Autounfälle, Glasscherben, ausgerissene Krallen, Stacheldrähte usw.
Blutungen an Pfoten:
Tupfer oder Tuch klein zusammenfalten und auf die Wunde drücken. Darüber eine elastische Binde geben und das Ganze mit Leukoplast oder Klebstreifen befestigen.
Blutungen am Ohr:
Tupfer oder Tuch klein zusammengefaltet auf die Wunde legen und das Ohr an den Kopf gedrückt mit Leukoplast oder Klebstreifen festkleben. Dies erzeugt einen zusätzlichen Druck auf die Wunde.
Die Verbände müssen nicht steril sein. Starke Blutungen schwemmen die Bakterien aus. Verbandmaterial findet sich zu Hause und in jeder Autoapotheke.
WICHTIG!
In der Klinik anrufen, damit alles vorbereit werden kann und sofort in die Klinik kommen.
Notdienst "rund um die Uhr": Tel. 05552 / 66 7 55
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Gemeinsame Haltung von Hasen und Meerschweinchen
Gemeinsame Haltung von Hasen und Meerschweinchen nicht empfehlenswert
Auch wenn sie vermeintlich gut miteinander auskommen: Die gemeinsame Haltung bedeutet Dauerstress für einen oder beide, da diese Tierarten unterschiedliche Instinkte und Ausdruckweisen haben. Stress äußert sich in erhöhter Krankheitsanfälligkeit wie Abszessen und Verdauungsstörungen. Besser 2 Tiere der gleichen Art anschaffen, wenn ein Männchen dabei ist, mit 3 Monaten kastrieren lassen.
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Kastration
Die Kastration führen wir routinemäßig bei männlichen Tieren durch. Das ideale Alter ist 3 Monate, ab diesem Alter werden Männchen und Weibchen geschlechtsreif und können sich schon vermehren. Die Kastration empfehlen wir, da die männlichen Tiere sonst aggressiv werden, gegenüber männlichen Artgenossen oder gegenüber Menschen und außerdem gerne markieren.
Bei weiblichen Tieren führen wir die Kastration nur bei Hormonstörungen und häufiger Scheinträchtigkeit durch.
Männliche wie weibliche Tiere erholen sich sehr schnell von der Operation und sind meist am Abend nach der Kastration wieder fit.
Die Geschlechtsbestimmung ist erst mit 8 Wochen möglich, zu diesem Zeitpunkt steigen die Hoden erst aus der Bauchhöhle ab. Bis zu diesem Zeitpunkt sehen Männchen + Weibchen gleich aus und jede vorher vorgenommene Geschlechtsbestimmung ist ein Ratespiel mit dem Ergebnis 50:50
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Krebserkrankungen
Moderne Tiermedizin kann helfen
Für den Tierbesitzer ist es ein Schock: Er entdeckt einen Knoten bei seinem Liebling - und denkt sofort an Krebs. Glücklicherweise ist nicht jeder Knoten ein Tumor. Es gibt auch harmlose Erklärungen: Gestaute oder infizierte Talgdrüsen, Abszesse, Zysten oder Lipome.
Grund zur Hoffnung
Auch wenn sich der Knoten als Tumor herausstellt, bedeutet das nicht unweigerlich das Todesurteil. Viele Tumore können dank der modernen Tiermedizin erfolgreich chirurgisch entfernt werden. Selbst wenn das nicht möglich ist, können mit Chemotherapie bei Hunden und Katzen hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Nebenwirkungen treten, besonders bei Katzen, nur selten oder überhaupt nicht auf. Ein stationärer Aufenthalt ist meist nicht notwendig. Auch die Kosten halten sich durchaus in vernünftigen Grenzen.
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Richtige Haltung
Gute Lebensbedingungen stärken das Immunsystem der kleinen Tiere.
Sie fristen jedoch oft aus reiner Unkenntnis der Tierhalter ein ganz erbärmliches Dasein. Lesen Sie hier, worauf es besonders zu achten gilt.
Das wichtigste Nahrungsmittel: HEU
Kein anderes Nahrungsmittel trägt so viel zur Gesunderhaltung des Kaninchens bei. Frisches, duftendes Heu ist wichtig für den Abrieb der ständig nachwachsenden Zähne und hält den Darm in Gang. Besonders gerne mögen die Tierchen Kräuterheu, doch auch das Heu vom Ballen kann verfüttert werden. Vor allem: Es darf nicht alt und staubig oder sogar feucht sein, da dies Koliken verursacht. Der Organismus von Kaninchen ist auf karge Nahrung eingestellt. Morgens daher nur etwa zwei Esslöffel Körnerfutter geben, das am Nachmittag schon verzehrt ist. Zusätzlich einige Salatblätter und eine Karotte, kein Brot! So ist das Hasentierchen gezwungen, Heu zu fressen. Tomaten, Zucchini und rohe Kartoffeln gehören nicht auf Kaninchens Speiseplan! Und ganz besonders wichtig: Regelmäßig frisches Wasser bereitstellen!
Viel Bewegungsfreiheit
Die Tiere haben einen großen Bewegungsdrang und benötigen genügend Auslauf, um gesund zu bleiben. Etwa drei Stunden täglich- in der Wohnung oder im Freien- sollten es schon sein.
Tiere gut beobachten
Kaninchen und Meerschweinchen zeigen es leider fast immer zu spät an, dass sie krank sind. Um Krankheiten rechtzeitig zu erkennen, sollte der kleine Nager gut beobachtet werden: Frisst er normal? Ist er an seiner Umgebung interessiert? Sind die Augen klar und sauber und hat er ein glänzendes Fell?
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Zahnprobleme
Nagetierzähne wachsen ständig nach und müssen sich beim Fressen abreiben, sonst werden sie zu lang. Oft werden Zähne nicht nur zu lang, sondern bilden scharfe Spitzen, die sich in Zunge oder Gaumen bohren, manchmal bilden sich Zahnbrücken zwischen den Backenzähnen beider Seiten und die Zunge kann nicht mehr bewegt werden. Wenn zu lange mit der Zahnkorrektur gewartet wird, entstehen Zahnfleischentzündung und Eiterherde an den Zahnwurzeln.
Es gibt 2 Gründe für zu lange Zähne:
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1. Fehlstelllungen: die Zähne treffen beim Fressen nicht aufeinander und können sich nicht abreiben.
- 2. Falsche Ernährung: Nur Heu ist hart genug, um Zähne abzureiben. Alles andere schmeckt den Tieren jedoch besser. Sie müssen darauf achten, dass nur geringe Mengen Körnerfutter gegeben werden (1-2 Esslöffel täglich), damit ihr Tier auch genug Heu frisst. Kein Brot geben, dies ist schlecht für die Verdauung!
Symptome:
Lange Schneidezähne kann man leicht erkennen, sie stehen unnatürlich gebogen aus dem Mund heraus.
Zu lange Backenzähne erkennt man an einem geänderten Fressverhalten: Ihr Tier frisst nur mehr weiches Futter, lässt Futterteile aus dem Mund fallen oder versucht Futter aufzunehmen und wendet sich dann ab, meisten kann man sehr schnell eine Gewichtsabnahme beobachten.
Das erste Symptom für eitrige Zahnwurzeln ist meist ein Nasen- oder Augenausfluss, oft einseitig, später entstehen dann Abszesse, die außen am Gesicht und Kinn als Schwellung zu erkennen sind.
Therapie: Zähneschneiden
- dies tut nicht weh, weil Nagetierzähne keine Nerven enthalten. Schneidezähne werden in der Tierklinik geschnitten und wenn nötig abgefeilt.
Backenzähne müssen wir in Narkose schneiden und feilen, nicht wegen der Schmerzen, sondern weil sich die Tiere das Mundaufspreizen nicht gefallen lassen.
Eiterzähne und Abszesse müssen ebenfalls in Narkose geöffnet und saniert werden.
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